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Konzept Arma Georgii ist ein Verein für erlebbare
Geschichte. Wir versuchen
historische Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen und für Außenstehende
greifbar zu machen. Mit Darbietungen in Form von historischem
Schwertkampf, Nachstellung historischer Kampfweisen in Formation des
Helmbartenblocks, informative Waffenschauen, authentischem Lagerleben,
Spiel und Tanz. Dabei haben wir uns auf das Spätmittelalter, vor
allem auf das 15. Jahrhundert spezialisiert. Wir versuchen im Laufe der
Zeit immer authentischer zu werden. Hierfür
ist ein fundiertes Wissen über die Epoche Grundlage. Uns kann man auf
verschiedenen Mittelalterlagern finden, auf denen der Spaß natürlich
auch nie zu kurz kommt.Im Lager Jede Heeresabteilung legte hinter dem
ihr zugewiesenen Abschnitt ihr
Feldlager an. Es wurde außen befestigt durch einen Ring
zusammengeschobener Wagen, mit denen das schwere Belagerungsgerät, die
Geschütze , die Büchsen, die gewichtigeren Handwaffen, Pulver und
Munition, die Zelte samt Schnüren und Stangen und alles weitere
Troßzubehör herangeführt worden waren.Dieses "Wagenburg" genannte Feldlager wurde durch einen ringsum aufgeworfenen Wall verstärkt. Innen schlug man die Zelte, vielfach auch Hütten aus Rohr, Reisig und Stroh, auf. Eine Truppe, die guten Sold erhielt, zog natürlich vielerlei Volk an - denn das Geld wollte wieder unter die Leute... Alles, was die Truppe begehrte, alles, was man sich vorstellen kann oder auch nicht, war erhältlich. Apotheker,
Quacksalber, Badestuben und
Barbiere; Waffen- und Goldschmiede, Tuchhändler und Trödler;
Schankwirte und Köche, Spielleute und Spaßmacher; dazu "eine Menge Frauen und Mädchen, deren
Zahl, wie erzählt wurde, sich an die zweitausend belief": sie
alle boten das an, womit sie ihr Geld verdienen konnten.Fast eine ganze
Stadt bildete sich um die Lager, mit Straßen und
Gassen, geometrisch angelegt, "mit
vernünftigen Preisen und so reichhaltigem Angebot wie in den besten
Städten dieses Landes, daß man denken konnte, man sei auf dem Markt von
Gent oder Brügge". Kinder wurden dort getauft, Ehen geschlossen,
Tote beerdigt und Verwundete gepflegt.Im Feld ![]() Nach dem Aufkommen von Schußwaffen mit hoher Reichweite und Durchschlagskraft, sank nach und nach die Bedeutung der Ritter, die nun auch vom gemeinen Mann wirkungsvoll bekämpft werden konnten. Spätestens nach den Siegen der Schweizer Gewalthaufen bei Moorgarten und Sempach gewannen die mit langen Spießen und Helmbarten bewaffneten Fußknechte mehr und mehr an Bedeutung. Zusammen mit Büchsen- und Bogenschützen, unterstützt von dröhnenden Feldgeschützen, trugen sie die Hauptlast der Gefechte. Intensives Exerzieren ist Vorraussetzung für einen funktionierenden Gewalthaufen. Disziplin und Kenntnis der Waffenhandhabung waren unumgänglich - die Soldaten mit ihren Stangenwaffen sollten wohl den Gegner, nicht aber ihren Nachbarn im eigenen Block verletzen. Gerade die Schweizer und auch die Engländer wurden wegen ihrer Kampfkraft und guten Ausrüstung hoch eingeschätzt. Die Kriegsknechte des 15. Jahrhunderts waren gut ausgebildete Soldaten, die ihr Handwerk mit einer unglaublichen Vielzahl an Waffen ausführten. Neben der persönlichen Bewaffnung mit Dolch und Kurzschwert führten sie Stangenwaffen wie Helmbarte, Ahlspieß, Gleve, und Axteisen ins Felde. Armbrust, Hakenbüchse, Langbogen und Geschütze ergänzten die Ausrüstung eines Kriegsheeres. An Rüstungen wurden von Gambesons,
Kettenhemden,
Brigantinen, bis hin zur vollständig schützenden Plattenrüstung alles
getragen, was der einzelne von seinem Sold finanzieren konnte. Eine Armee, die im Feld lag, nahm ihre Verpflegung für den täglichen Bedarf aus dem umliegenden Land. Kriegsunternehmen wurden in der Regel vor der Einbringung der Ernte begonnen , wenn für die Pferde das Futter auf den Feldern gefunden wird und die Speicher der Belagerten leer sind. Die Söldnerheere des 15. Jahrhunderts waren disziplinierte Truppen aus Männern, die ihr "Handwerk" verstanden. Mit den teils verlotterten Haufen der späteren Epochen hatten sie nichts gemein... |
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